Rudolf Duba

Eisenbahner. Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime. Hingerichtet.

* 1903    † 1942

 

Lebenslauf

Rudolf Duba wurde am 15.4.1903 in Ober-Ratzersdorf (Niederösterreich) geboren. Er arbeitete als Eisenbahner. 1921 trat er der SDAPÖ bei. Er war Mitglied der freien Gewerkschaft. Ab 1922 war er bei den ÖBB.

Tätigkeit für die "Rote Hilfe"

1939/40 war Rudolf Duba für die "Rote Hilfe" tätig.

Widerstand, Verhaftung, Todesurteil

Am 9. 10. 1941 wurde Rudolf Duba verhaftet, und am 2. 9. 1942 gemeinsam mit August Novy, Josef Lang, Franz Winkler, Rudolf Unterberger und A. Marek (alle hingerichtet) zum Tode verurteilt. Am 2.12.1942 wurde er im Landesgericht I in Wien hingerichtet.

Aus dem Urteil

„Im Herbst und Winter 1940 erhielt Duba von [Franz] Pötsch 3 bis 4 Mal je 1 bis 2 Stücke der kommunistischen Flugschrift »Weg und Ziel« und gab sie jeweils dem Angeklagten Winkler weiter. Nach März 1941 übernahm Duba auch die von Matthäus Klest gesammelten Beiträge und lieferte sie ebenfalls an Novy ab. Über Klest versuchte Duba im Sommer 1941 auch die durch die Verhaftungen abgerissenen Verbindungen zur Wiener Zentrale der KP wieder anzuknüpfen.“

Mahnmal, Gedenktafel

Sein Name steht am Mahnmal am Hauptfriedhof St. Pölten, ebenso auf einer Gedenktafel am Bahnhof St. Pölten.

Gedenkort - Landesgericht für Strafsachen Wien

Im ehemaligen Hinrichtungsraum des Landesgericht für Strafsachen Wien findet sich sein Name auf einer der Gedenktafeln.

Quellen und Bildnachweise

  • Texte aus Willi Weinert, "Mich könnt ihr löschen, aber nicht das Feuer". 4. Auflage Wiener Stern Verlag, 2017
  • Bühnenbild Guillotine: Leihgeber Kurt Brazda
  • Alle anderen Bilder: Privatbesitz / Verein Zur Erinnerung

Weiterführende Informationen

  • DÖW Katalog zur permanenten Ausstellung. Hg. v. Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands, Wien 2006
  • Wolfgang Neugebauer, Der österreichische Widerstand 1938-1945, Wien 2008
  • Die Geschichte des Grauen Hauses und die österreichische Gerichtsbarkeit. Wien 2012
  • DÖW (Hg.) Widerstand und Verfolgungen in den österreichischen Bundesländern (Wien, Burgenland, Oberösterreich, Tirol, Niederösterreich, Salzburg), Wien, 1975-1991
  • Heinz Arnberger, Claudia Kuretsidis-Haider (Hg.) Gedenken und Mahnen in Niederösterreich. Erinnerungszeichen zu Widerstand und Verfolgung, Exil, Befreiung, Wien 2011
  • Brigitte Bailer, Wolfgang Maderthaner, Kurt Scholz (Hg.), „Die Vollstreckung verlief ohne Besonderheiten“ Wien
  • Herbert Steiner, Gestorben für Österreich. Widerstand gegen Hitler. Eine Dokumentation. Wien 1995
  • Herber Steiner, Zum Tode verurteilt: Österreicher gegen Hitler. Eine Dokumentation, Wien 1964
  • Willi Weinert, „Mich könnt ihr löschen, aber nicht das Feuer“. Biografien der im Wiener Landesgericht hingerichteten WiderstandskämpferInnen gegen das NS-Regime. Ein Führer durch die Gruppe 40 am Wiener Zentralfriedhof. 4. Auflage Wiener Stern Verlag. 2017
  • Lisl Rizi, Willi Weinert, „Mein Kopf wird euch auch nicht retten“. Korrespondenzen österreichischer WiderstandskämpferInnen aus der Haft. 4 Bände. Wiener Stern Verlag 2016

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